Wärmedämmung
Wärmedämmung in Schwäbisch Gmünd
Wärme drinnen halten – an der Fassade, im Dach und an der Kellerdecke.
Eine kalte Außenwand merkt man nicht auf dem Thermometer, sondern im Rücken – wer im Winter mit dem Sofa an der Fassadenwand sitzt, kennt das Ziehen im Nacken. Nach einer Fassadendämmung ist davon meist nichts mehr zu spüren, die Wandoberfläche bleibt spürbar wärmer und die Heizung schaltet seltener durch. An der Fassade arbeite ich mit einem klassischen Wärmedämmverbundsystem: Die Dämmplatten werden geklebt und zusätzlich gedübelt, damit sie auch bei Wind und über Jahre an Ort und Stelle bleiben. Darauf kommt eine Armierungsschicht mit eingebettetem Gewebe, das Spannungen aufnimmt, bevor sie als Riss im Oberputz landen. Erst wenn diese Schicht durchgetrocknet ist, wird der Oberputz aufgezogen.
Nicht jede Fassade lässt sich außen dämmen. Bei denkmalgeschützten Häusern, Sichtklinker oder einer Fassade, die gerade erst neu verputzt wurde, bleibt oft nur die Innendämmung. Bauphysikalisch ist das die heiklere Variante: Die kalte Zone rückt nach innen, und wenn Dampfbremse und Dämmstoff nicht zueinander passen, kondensiert Feuchte genau dort, wo sie keiner sehen will: zwischen Wand und Dämmung. Ich plane den Aufbau deshalb so, dass Dampfdiffusion und Taupunkt zusammenpassen, und arbeite die Anschlüsse an Fenster und Decke sauber aus. Wer hier am Material spart, hat in ein paar Jahren Schimmel an der Laibung. Das sehe ich öfter, als mir lieb ist.
Im Dachgeschoss dämme ich zwischen und unter den Sparren, meistens im gleichen Arbeitsgang wie der Trockenbau-Ausbau: erst eine Dämmlage zwischen die Sparren, dann eine zweite Ebene darunter gegen die Wärmebrücke am Holz, zum Schluss die Dampfbremsfolie luftdicht verklebt und die Rigips- oder Knauf-Beplankung. Für viele dieser Maßnahmen gibt es über die BEG einen Zuschuss, wie hoch der ausfällt und ob er im Einzelfall greift, sagt Ihnen ein Energieberater – die Beratung übernehme ich nicht, das ist nicht mein Bereich. Meinen Teil erledige ich trotzdem so sauber, dass Aufbau und Dämmstärke später beim Antrag kein Hindernis sind.

Das übernehme ich
- Fassadendämmung mit WDVS – kleben, dübeln, armieren, verputzen
- Innendämmung bei Denkmalschutz, Sichtklinker oder frisch verputzter Fassade
- Dachschrägen dämmen, zwischen und unter den Sparren, inklusive Dampfbremse
- Kellerdecke und oberste Geschossdecke gegen Wärmeverlust dämmen
- Armierung mit Gewebe und mineralischem oder Silikonharz-Oberputz
- Aufbau und Dämmstärke nach den U-Wert-Vorgaben der BEG-Förderung
Ablauf
Schritt für Schritt
Bestand ansehen
Wandaufbau, Feuchte und Untergrund prüfen, dann das passende System wählen.
Dämmung montieren
Platten kleben und dübeln, sauber an Fenster und Kanten anarbeiten.
Armieren
Gewebespachtel als Armierungsschicht – das hält den Putz rissfrei.
Oberputz
Schluss-Schicht in der gewünschten Struktur und Farbe.
Ehrliche Orientierung
Was kostet Wärmedämmung?
Fassade und Kellerdecke sind bei mir zwei ganz unterschiedliche Positionen. Die komplette WDVS-Fassadendämmung ist die aufwendigere Arbeit, die Kellerdecke von unten zu dämmen geht deutlich schneller. Wie viel am Ende dazukommt, hängt vom Untergrund ab, vom System und davon, ob noch ein Gerüst oder Putzarbeiten nötig werden.
- Fassadendämmung WDVS
- Die komplette Fassadendämmung ist die größere Position im Vergleich zur Kellerdecke. Entsprechend mehr Zeit und Material stecken darin.
- Kellerdecke dämmen
- Deutlich weniger aufwendig als die Fassade – weniger Arbeitsschritte, weniger Material.
- Gerüst und Putz
- Kommen Gerüst und Putzarbeiten zur eigentlichen Dämmung noch dazu, verändert das den Gesamtaufwand spürbar.
- Mögliche Förderung
- Auch eine mögliche Förderung wirkt sich darauf aus, was am Ende bei Ihnen bleibt.
Fassade und Untergrund schaue ich mir lieber selbst an, bevor ich irgendetwas festlege. Das schriftliche Angebot kommt im Anschluss.
Lohnt sich eine Fassadendämmung?
In den meisten Fällen ja. Die Wand hält die Wärme drinnen, die Heizung läuft seltener durch, und hinter der Dämmung bleibt es im Sommer auch kühler. Am meisten bringt es bei Häusern mit unsanierter Fassade aus den 60er- bis 80er-Jahren – da ist der Unterschied oft schon im ersten Winter zu spüren. Bei einer ohnehin fälligen Fassadensanierung ist der Zeitpunkt sowieso richtig, weil das Gerüst dann schon steht.
Was ist besser – Innen- oder Außendämmung?
Außen ist fast immer die bessere Lösung, weil die ganze Wand warm bleibt und keine Wärmebrücken an Decken oder Innenwänden entstehen. Innendämmung kommt nur zum Zug, wenn außen nicht geht, etwa bei einer denkmalgeschützten oder verklinkerten Fassade. Sie muss bauphysikalisch sauber geplant sein, sonst verschiebt sich das Feuchteproblem nur nach innen.
Gibt es Förderung für die Dämmung?
Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sind Zuschüsse für Dämmmaßnahmen möglich. Wie hoch die ausfallen und ob Ihr Vorhaben förderfähig ist, klärt ein Energieberater – den brauchen Sie für den Antrag ohnehin, und diese Beratung ist nicht mein Bereich. Ich sorge dafür, dass Material und Ausführung an der Fassade oder im Dach so passen, dass der Energieberater beim Antrag keinen Grund zum Nachhaken hat.
Wie dick muss die Dämmung sein?
Das hängt vom U-Wert ab, den Sie erreichen wollen oder für die Förderung brauchen, und vom bestehenden Wandaufbau. Bei einer WDVS-Fassadendämmung liegen 14 bis 16 Zentimeter Dämmstoff in der Praxis oft im sinnvollen Bereich, bei einer Innendämmung meist weniger, weil jeder Zentimeter Raumfläche kostet. Den genauen Wert legt der Energieberater fest, auf der Baustelle wird daraus dann die passende Plattenstärke.
Kann eine falsch geplante Dämmung Schimmel verursachen?
Ja, das ist bei der Innendämmung das eigentliche Risiko. Wird der Taupunkt falsch berechnet oder die Dampfbremse schlampig verklebt, kondensiert Feuchte in der Wandkonstruktion, und genau dort wächst dann Schimmel. Deshalb plane ich den Aufbau mit passenden Materialien und kontrolliere jeden Anschluss an Fenster, Decke und Steckdosen von Hand. Bei der Außendämmung ist das Risiko deutlich kleiner, weil die kalte Zone komplett vor der Wand liegt.
Nach wie vielen Jahren rechnet sich eine Fassadendämmung?
Pauschal kann ich das nicht sagen. Es hängt davon ab, wie viel vorher geheizt wurde, was die Energie kostet und ob eine Förderung dazukommt. Bei einem schlecht gedämmten Altbau mit hohem Verbrauch geht es schneller. Ein Haus mit ordentlichem Dämmstandard braucht länger, da lohnt es sich eher im Zuge einer ohnehin fälligen Fassadensanierung. Eine seriöse Zahl ohne Blick auf Ihr Gebäude gibt es nicht, dafür muss ich erst den Ist-Zustand und den tatsächlichen Verbrauch kennen.
Sollte ich die Dämmung mit einem Fensteraustausch kombinieren?
Wenn die Fenster ohnehin alt sind, ja. Nach einer Fassadendämmung sind alte Fenster oft der kälteste Punkt der Wand, und der Übergang von Rahmen zu neuer Dämmung muss sauber gedämmt werden. Am wirtschaftlichsten ist es, beides in einem Zug zu planen, dann passt auch der Fensteranschlag zur neuen Dämmstärke. Wer die Fenster erst später tauschen will, sollte das dem Fensterbauer vorher sagen, damit die Laibung von Anfang an richtig gebaut wird.
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